Liebe Freundinnen und Freunde des Kammerorchesters des KIT,

„Wagner? Aha. Hofmann? Kenne ich nicht. Schönberg? Aber doch bitte nicht am Vorabend der Adventszeit. Außerdem muss ich da Plätzchen backen.“ So oder ähnlich mag manch einer beim Blick auf das Programm des kommenden Konzerts des Kammerorchesters des KIT denken. Aber, bei genauerer Betrachtung ist Wagners Siegfried-Idyll doch recht weihnachtlich, schließlich schrieb es der Komponist für seine Frau als Dank für die Geburt seines Sohnes Siegfried und ließ es am Weihnachtsmorgen des Jahres 1870 durch Mitglieder des Orchesters der Tonhalle Zürich als Überraschung für seine Frau daheim aufführen. Nicht minder überrascht dürfte seinerzeit Maria gewesen sein über den Gesang der Engel und den zahlreichen Besuch von Hirten und Schafen zu Ehren ihres Sohnes.

Und, könnte es nicht spannend sein, gemeinsam mit den Walküren eine knappe halbe Stunde lang durch das Werk des in Karlsruhe geborenen gemäßigt modernen Komponisten Hofmann zu reiten und nach weiteren versteckten Wagner-Anklängen zu suchen? Und den überaus charaktervollen kurzen Abschnitten eines etwa viertelstündigen Werks desselben Komponisten für Mezzosopran und Streicher nach Worten von Rose Ausländer zu lauschen? Und zu erfahren, welche Art von Musik Wagner vielleicht mit über hundert Jahren komponiert hätte, wenn er so alt geworden wäre? – In der Tat steht Schönbergs zweite Kammersinfonie, an der er fast vierzig Jahre lang arbeitete, zu großen Teilen in spätromantischer Tradition, die die Tonalität zunächst maximal ausreizt und schließlich bricht. Ein hochinteressantes Werk, zu dem es im Konzert

am 28.11.2026 um 20 Uhr im Gerthsen-Hörsaal des KIT (Engesserstr. 9, Karlsruhe)

ebenso wir zu den beiden Stücken von Hofmann jeweils auch eine kleine Einführung geben wird. Sie sind bei freiem Eintritt herzlich eingeladen! Backen Sie Ihre Plätzchen einfach schon nachmittags oder nehmen Sie die vom letzten Jahr.

Auf Ihr Kommen freut sich

Das Kammerorchester des KIT   

 

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